Wie wird Kindesunterhalt berechnet? Welche Rolle spielt das Betreuungsmodell? Und wird das geltende Unterhaltsrecht den Lebensrealitäten getrennter Familien noch gerecht? Darüber diskutierte ISUV-Bundesvorsitzende Melanie Ulbrich am 3. September 2026 in der Deutschlandfunk-Sendung „Marktplatz“.
Unterhalt ist weit mehr als eine Rechenaufgabe. Hinter Tabellen, Einkommensgruppen und gesetzlichen Ansprüchen stehen Familien, die Betreuung, Verantwortung und finanzielle Belastungen nach einer Trennung neu organisieren müssen.
In der rund 70-minütigen Live-Sendung „Nach Trennung oder Scheidung: Die Pflicht zum Unterhalt“ sprach Melanie Ulbrich gemeinsam mit Nicole Siebert, Vorsitzende der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstags, und der Fachanwältin für Familienrecht Marion Koene über zentrale Fragen des Unterhaltsrechts.
Im Mittelpunkt standen unter anderem die Berechnung des Kindes- und Ehegattenunterhalts, die Auswirkungen unterschiedlicher Betreuungsmodelle, der Unterhalt für volljährige und studierende Kinder sowie der Unterhaltsvorschuss. Diskutiert wurde auch, ob es neben den bisherigen gesetzlichen Regelungen sinnvollere und stärker an der tatsächlichen Betreuung orientierte Unterhaltsmodelle geben kann.
Melanie Ulbrich brachte dabei die Perspektive des ISUV und die Erfahrungen der Menschen ein, die unmittelbar von den Regelungen betroffen sind. Denn zwischen Düsseldorfer Tabelle und Familienalltag liegt in der Tat häufig mehr als eine bloße Rechenformel.
Die vollständige Sendung kann in der Audiothek des Deutschlandfunks nachgehört werden.
Nach Trennung oder Scheidung: Die Pflicht zum Unterhalt