Bundesvorsitzende
Melanie Ulbrich
Verlagskauffrau
Jahrgang 1972
Ich habe selbst erlebt, wie Trennungen Loyalitätskonflikte bei Kindern auslösen können und diese sehr darunter leiden. Mir ist es wichtig, anderen dabei zu helfen, auch in Trennungssituationen immer in Kommunikation zu bleiben und Konflikte auf einer sachlichen Ebene auszutragen. Im Laufe meiner langjährigen Arbeit als Kontaktstellenleiterin beim ISUV kam der Wunsch auf, auch mehr Gehör für diese Problematiken in der Politik zu erhalten und hier eine Änderung herbeizuführen. Heute ist es meine Hauptaufgabe, daran zu arbeiten, dass der ISUV von Seiten der Politik als kompetenter Verband & Sparringspartner gesehen wird und wir es langfristig schaffen, dass Familienrecht gerechter für alle Betroffenen zu gestalten.
Stv. Bundesvorsitzender
Murat Aydin
Rechtsanwalt
Jahrgang 1965
Ich bin seit 26 Jahren Rechtsanwalt und seit 19 Jahren Kontaktanwalt in den Kontaktstellen Koblenz und Trier. Ich halte regelmäßig bei den dortigen Veranstaltungen Vorträge über familienrechtliche und erbrechtliche Themen, insbesondere über das Kindschaftsrecht und das Unterhaltsrecht. Im kindschaftsrechtlichen Bereich befasse ich mich seit mehreren Jahren intensiv mit Inobhutnahmen durch das Jugendamt und begleite Eltern bei Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung sei es außergerichtlich und/oder gerichtlich. Ich habe dabei festgestellt, dass die Realität in deutschen Familiengerichten nur geringen Eingang in Gesetzgebungsverfahren findet und die Lebenswirklichkeit von Familien in Deutschland in jedem Bereich stärker in den Fokus der Politik gerückt werden muss. Hierzu möchte ich meinen Beitrag leisten und die Arbeit unseres Verbandes unterstützen und voranbringen
Stv. BuVo | Bundesschatzmeister
Klaus Fischbeck
Stv. BuVo | Schriftführer
Klaus Bednorz
BuVo-M. für Kommunikation
Anna Freitag
Mediatorin & Rechtsanwältin
Jahrgang 1972
Durch meine große Familie habe ich mich früh mit Konflikten und Kommunikationsthemen beschäftigt. Daher weiß ich, dass jeder Mensch selbst verantwortlich für seine Emotionen, Gefühle und Bedürfnisse ist. Diese gilt es zu erkennen und in angemessener Form zu kommunizieren, um Konflikte zu vermeiden. Mein Hauptanliegen ist es, dass Familien vor allem im Sinne der Kinder zusammenhalten, auch wenn sich ein Paar trennt. Ich setze meine Kenntnisse auf diesen Gebieten dafür ein, dass Paare in Kommunikation bleiben und ihre zu regelnden Angelegenheiten selbstbestimmt klären. Dabei ist es wichtig, gemeinsam und eigenverantwortlich mit dem Trennungspartner Lösungen finden. Coaching kann dem Einzelnen individuell helfen, die eigene emotionale Lage und die des Partners besser zu verstehen. Ich würde mir wünschen, dass wir im Verband noch mehr Möglichkeiten etablieren können, Betroffenen im Vorfeld Coachings und Mediationen anzubieten, um Konflikte von Anfang an zu mindern oder gar ganz zu vermeiden.
BuVo-Mitglied für Rechtspolitik
Monika Roth
Rechtsanwältin
Jahrgang 1963
Als Fachanwältin für Familienrecht kann ich meinen Mandanten bislang nur klassische juristische Lösungen anbieten. Oder wie ich gern sage, der Gesetzgeber hat einen Rahmen geschaffen, der einer „Pauschalreise“ gleicht. Beim ISUV ist es hingegen möglich, aus der „Pauschalreise“ eine „Individual-reise“ zu machen, die die konkreten Bedürfnisse des Paares, der Eltern oder der Kinder berücksichtigt. Durch die ISUV-Beratung bleiben die Parteien im Gespräch und es entsteht eine Basis aus Eigenverantwortung, aber auch ein hohes Maß an Kreativität für Konfliktlösungen. Erst dann wird es mir möglich, die Betroffenen auf ihrer „Individualreise“ in eine selbst bestimmte Zukunft zu begleiten. Damit Trennungsfamilien in Zukunft mehr rechtsicheren Spielraum für ihre eigenen Lebensmodelle erhalten, setzen wir uns mit unserer Lobbyarbeit auch bei der Politik für individuelle Lösungen ein.
Stellungnahme des Bundesvorstands
Stellungnahme des ISUV zur Kritik und dem Vorwurf der Nähe zu «Väterrechtlern»
Der ISUV (Interessenverband Unterhalt und Familienrecht) sieht sich immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, Nähe zur sogenannten „Väterrechtler“-Bewegung zu haben. Im Mittelpunkt der Kritik steht dabei eine Broschüre des Verbandes aus den 1990er Jahren mit dem Titel *Missbrauch mit dem Missbrauch bei Verfahren um das Sorge- und Umgangsrecht. Dokumentation. Plädoyer für eine offene Diskussion*. Einige umstrittene Äußerungen wurden in einer späteren Auflage zwar entfernt, die Broschüre wird aber seit Jahren nicht mehr aufgelegt.
Dennoch möchten wir hiermit Stellung beziehen und ausdrücklich klarstellen, dass die vor 35 Jahren getroffenen Aussagen aus unserer heutigen Sicht falsch sind.
Die damaligen Aussagen im Kontext der Zeit
Die genannten Aussagen stammen aus einer Zeit, in der das Verständnis von Familienrecht und der Umgang mit Trennungen und Scheidungen noch in einer ganz anderen gesellschaftlichen und rechtlichen Realität verankert waren. Wir erkennen an, dass die Formulierungen dieser Broschüre heute nicht mehr vertretbar sind und zu Recht kritikwürdig erscheinen. Auch wurden in der Argumentation seinerzeit Zahlen zugrunde gelegt, die sich im Nachgang nicht belegen ließen.
Der ISUV hat sich jedoch seit seiner Gründung kontinuierlich weiterentwickelt und steht heute für eine gerechte und ausgewogene Familienpolitik, die die Rechte und Bedürfnisse aller Beteiligten – insbesondere der Kinder – in den Mittelpunkt stellt.
Unsere heutigen Werte und Forderungen
Der ISUV ist ein moderner Verband, der für Fairness, Gerechtigkeit und Ausgleich im Familienrecht eintritt. Unsere Arbeit und unsere Forderungen richten sich nach den heutigen gesellschaftlichen und rechtlichen Anforderungen. Wir distanzieren uns klar von radikalen oder einseitigen Positionen, die lediglich die Interessen einer bestimmten Gruppe vertreten.
Unsere Kernanliegen sind:
1. Das Kindeswohl an erster Stelle:
Wir setzen uns dafür ein, dass alle familienrechtlichen Entscheidungen stets das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen. Kinder haben ein Recht auf beide Elternteile, und diese Verantwortung müssen beide Eltern nach einer Trennung gemeinsam tragen.
2. Gerechte Unterhaltsregelungen:
Wir fordern eine Reform der Düsseldorfer Tabelle, um die Betreuungsleistungen beider Elternteile stärker zu berücksichtigen und die finanzielle Last fair zu verteilen.
3. Förderung der gemeinsamen Elternverantwortung:
Der ISUV unterstützt keine dogmatischen Modelle, sondern setzt sich dafür ein, dass individuelle Lösungen gefunden werden, die den Bedürfnissen der jeweiligen Familie gerecht werden – ob Wechselmodell, Residenzmodell oder andere Varianten.
4. Effiziente und transparente Rechtsprechung:
Wir fordern verbindliche Standards für familienrechtliche Gutachten und eine bessere Ausbildung der Fachkräfte, um sachgerechte und faire Entscheidungen zu gewährleisten.
5. Bekämpfung von Altersarmut:
Wir setzen uns für gerechtere Versorgungsausgleiche ein, um zu verhindern, dass nach einer Trennung ein Elternteil – oft die Mutter – in finanzielle Not gerät.
Kritik als Chance: Unser Dialog mit der Gesellschaft
Wir nehmen die Kritik ernst und sehen sie als Möglichkeit, uns selbst und unsere Positionen weiter zu reflektieren. Der ISUV steht für einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten – seien es Eltern, Fachkräfte, Betroffene oder die Politik. Dabei ist es uns wichtig, Missverständnisse aufzuklären und unsere tatsächliche Ausrichtung klar zu kommunizieren.
Wir betonen, dass wir uns klar von radikalen oder einseitigen Positionen abgrenzen, wie sie der „Väterrechtler“-Bewegung oft zugeschrieben werden. Unser Ziel ist es, alle Betroffenen im Familienrecht – Väter, Mütter und Kinder – zu unterstützen und eine faire, moderne Familienpolitik zu fördern.
Ein Verband mit klarer Ausrichtung
Der ISUV hat sich über die Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt und steht heute für Transparenz, Gerechtigkeit und Ausgleich. Die Inhalte unserer Arbeit spiegeln die gesellschaftlichen Werte der heutigen Zeit wider. Die Broschüre aus den 1990er Jahren repräsentiert in keiner Weise die Haltung oder die Werte unseres Verbandes im Jahr 2025.
Wir danken allen, die uns durch ihre kritische Begleitung dazu anregen, unseren Weg fortzusetzen: offen, reflektiert und zukunftsorientiert. Gemeinsam möchten wir an einer familienfreundlichen Gesellschaft arbeiten, die Fairness und Respekt für alle Beteiligten in den Mittelpunkt stellt.
Mit freundlichen Grüßen
ISUV e.V. – Interessenverband Unterhalt und Familienrecht
vertreten durch den Bundesvorstand
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