Das Kindeswohl steht im Mittelpunkt

ISUV-Presse: Kind lächelt neben BNN-Artikel Das Kindeswohl steht im Mittelpunkt. Beratung, Familie, Trennung, Scheidung, Unterhalt.

Ein Artikel von Martina Erhard in der BNN

 

Verein hilft Menschen in Trennung und arbeitet mit Beratungsstelle des Landkreises zusammen

 

Karlsruhe. Seit einem halben Jahrhundert setzt sich der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (Isuv) für gerechte Lösungen im Bereich des Familienrechts ein. „Damals wurde der Isuv als Väterverband gegründet“, erklärt die Bundesvorsitzende Melanie Ulbrich. In den 1970er Jahren sei das Unterhaltsrecht für Väter oft nachteilig gewesen, weshalb der Verein ins Leben gerufen wurde. Heute steht das Kindeswohl im Mittelpunkt der Arbeit des Vereins. Man unterstütze Paare, die sich trennen wollen, dabei, eine einvernehmliche Lösung zu finden, betont Ulbrich. „Wir appellieren an die Elternverantwortung“, meint sie und hebt hervor, dass man zwar kein gutes Paar mehr sein müsse, aber dennoch gute Eltern bleiben könne.

 

Die Karlsruher Kontaktstelle des Vereins wird von Melanie Reichert betreut. Sie weist auf ein neues Angebot hin: Seit einiger Zeit arbeitet der Isuv mit der Psychologischen Beratungsstelle des Landkreises Karlsruhe für Eltern, Kinder und Jugendliche zusammen. „Wir begleiten Menschen in Trennung und Scheidung und können sie bei Bedarf an die Beratungsstelle verweisen“, erklärt Reichert. Dort gibt es viele Angebote für Eltern, Kinder und Jugendliche. Als Beispiele nennt sie die Gewaltfreie Kommunikation oder auch den Umgang mit der Trauer der Kinder. Zudem besteht die Möglichkeit, Betroffene über einen längeren Zeitraum zu unterstützen.

 

Die Isuv-Kontaktstellen wollen Ratsuchenden umfassende Informationen zu Themen wie Scheidung, Vermögensauseinandersetzung, Rentenansprüche, Eheverträge, Unterhalt, Umgangsrecht und Mediation bieten. „Wir haben Kontaktanwälte und Mediatoren, an die wir verweisen können“, erklärt Reichert von der Kontaktstelle Karlsruhe. Das Ziel der Beratung sei eine kostengünstige und einvernehmliche Trennung, bei der das Wohl der Kinder im Vordergrund stehe.

 

Die regelmäßigen Vorträge und Stammtische des Vereins böten eine wertvolle Plattform für den Erfahrungsaustausch. „Der Isuv wird auch in Zukunft eine starke Stimme für gerechte und faire Familienrechtspolitik sein“, versichert Bundesvorsitzende Ulbrich. Zu den politischen Zielen des Vereins gehören die verpflichtende rechtliche Beratung bei der Eheschließung, eine verbindliche Ausbildung für Gutachter, die von Familiengerichten berufen werden, die Stärkung der gemeinsamen Elternverantwortung sowie die Vermeidung von Altersarmut nach der Scheidung. Der Verein organisiert einen monatlichen Stammtisch und öffentliche Vorträge. Der Isuv zählt über 5.000 Mitglieder und betreibt deutschlandweit 60 Kontaktstellen, die von rund 100 Ehrenamtlichen betreut werden.